Was zum Teufel ist Radikaldemokratie? Etwa noch mehr wählen???

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Die Frage kann man mit Ja beantworten: Mehr individuell entscheiden, frei und gleich: Selbstbestimmung. Ein Wort, das substanziell den liberalen, oft als „Negative Freiheit“ reduzierten „Freiheit!“-sideal überragt. Denn Selbstbestimmung bedarf aller drei Freiheitspole: Negative, positive und republikanische Freiheit (Wahlen).

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Negative_und_positive_Freiheit

Radikaldemokratie kann gut in den Selbstbeschreibungen der Jungdemokraten(/Junge Linke) erläutert werden.

Warum ist Demokratie essenziell mehr als das, was die Allgemeinheit darunter versteht?

Demokratie bedarf vor allem eines: Permanente Emanzipation aller Bürger.

“ […] JungdemokratInnen/Junge Linke sind ein parteiunabhängiger politischer Jugendverband mit radikaldemokratischen und emanzipatorischen Selbstverständnis. JungdemokratInnen/Junge Linke setzen sich ein für die Emanzipation des Einzelnen und für gesellschaftlichen Verhältnisse, die Selbstbestimmung umfassend ermöglichen. Befreiung des Einzelnen von Herrschaft und Unterdrückung und die Schaffung einer emanzipatorischen Gesellschaft sind für uns unmittelbar miteinander verknüpft
Freiheit verstehen JungdemokratInnen/Junge Linke nicht als bloße Wahl zwischen verschiedenen Parteien, Konsumgütern, Arbeitsplätzen usw., die dem Menschen nach fremden Ermessen vorgesetzt werden. Soll Freiheit nicht nur auf dem Papier stehen, müssen auch die materiellen Voraussetzungen vorhanden sein, Freiheiten zu nutzen und denkbare Alternativen selbst zu gestalten. Deshalb treten JungdemokratInnen/Junge Linke für die Schaffung gesellschaftlicher Verhältnisse ein, die auch in sozialer und ökonomischer Hinsicht demokratische Partizipation und das Wahrnehmen individueller Rechte tatsächlich ermöglichen.

JungdemokratInnen/Junge Linke setzen sich für die Demokratisierung aller Lebensbereiche ein und treten ein für den gesellschaftlichen Abbau von Herrschafts- und Machtverhältnissen, um die selbstbestimmte Gestaltung der Lebensverhältnisse eines jeden Einzelnen zu ermöglichen. Die Idee der Demokratie, durch formale Verfahrensgarantien allen Betroffenen die gleiche Chance auf Partizipation zu eröffnen, darf nicht länger nur auf einen schmalen Bereich des Staates begrenzt bleiben. Deshalb darf es Demokratie nicht nur alle vier Jahre geben, sondern täglich, in der Schule, im Betrieb, in der Familie …: einfach überall, wo kollektiv verbindliche Entscheidungen getroffen werden müssen.“

Das komplette lesenswerte Manifest (Die FDP -Jugend überholt damit für einen kurzen Zeitraum die Jusos links!):

http://www.jdjl-hessen.de/doc/selbstbeschreibung.pdf

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